Wie läuft eine Lerntherapie ab?

1. Diagnose- und Planungsphase

Ziel: Klärung der Lernproblematik und Zielsetzung

  • Erstgespräch mit Eltern (und Kind)
  • Analyse von Schulunterlagen, Lehrerrückmeldungen
  • Durchführung von Lese-, Rechtschreib- oder Rechentests
  • Beobachtung des Lernverhaltens
  • Erstellung eines individuellen Förderplans

2. Therapiephase – Individuelle Förderung

Ziel: Aufbau von Kompetenzen, Abbau von Blockaden

  • Einzelsitzungen (meist 1–2x pro Woche à 45–60 Minuten)
  • Fachliche Förderung (z. B. Lautanalyse, Rechenstrategien)
  • Multisensorisches Lernen (visuell, auditiv, motorisch)
  • Training überfachlicher Fähigkeiten (Konzentration, Selbstorganisation)
  • Aufbau von Motivation und Selbstwert
  • Regelmäßige Elterngespräche
  • Ggf. Zusammenarbeit mit Schule (mit Einwilligung)

3. Evaluations- und Abschlussphase

Ziel: Bewertung des Fortschritts und weiterer Bedarf

  • Vergleich Anfangs-/Endstand (Tests, Beobachtungen)
  • Gespräche mit Eltern und Kind
  • Empfehlung weiterer Maßnahmen
  • Dokumentation für Jugendamt oder Schule (wenn nötig)

Dauer

  • Meist 6 Monate bis 2 Jahre
  • Abhängig von Problemlage, Regelmäßigkeit, Entwicklung und Zusammenarbeit

Fazit

Lerntherapie ist ein individueller, mehrschrittiger Prozess, der schulisches Lernen mit emotionaler Unterstützung verbindet. Sie hilft Kindern, Lernfreude zurückzugewinnen und selbstwirksam zu handeln.